Schwerin. Der Eigenbetrieb SDS – Stadtwirtschaftliche Dienstleistungen Schwerin hat ein neues Opfer gefunden: die Buschstraße. Vom 10. August bis voraussichtlich 4. September wird dort die Fahrbahn „instandgesetzt“, wie es im Amtsdeutsch so schön heißt. Für die Schwerinerinnen und Schweriner bedeutet das im Klartext: halbseitige Sperrung, Halteverbotszone, wieder einmal Umleitung, wieder einmal warten.
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Wer auf was verzichten muss
Die SDS bittet alle Anliegenden höflich, ihre persönliche Terminplanung gefälligst an die Baustelle anzupassen — als wäre die Buschstraße plötzlich ein Termin im Kalender der Stadt. Autofahrer müssen sich auf eine halbe Spur weniger einstellen, Parkplätze fallen in der Halteverbotszone weg. Fußgänger dürfen immerhin auf den gegenüberliegenden Gehweg ausweichen, was in Schwerin fast schon ein Komfort-Upgrade ist.
„Der SDS bittet um Berücksichtigung der Bauarbeiten in der persönlichen Terminplanung, erhöhte Aufmerksamkeit in den betroffenen Bereichen und bedankt sich für das Verständnis.“
SDS-Pressemitteilung, sinngemäß aus dem Schweriner Amtsdeutsch übersetzt
Was bleibt: Rettungsdienste und Müllabfuhr
Damit die Welt in Schwerin nicht völlig aus den Fugen gerät: Eine Befahrung der Straße für Rettungsdienste und Feuerwehr ist „jederzeit gewährleistet“. Die Organisation der Abfallentsorgung ist „gesichert“. Anliegende erhalten „detaillierte Informationen über das Vorhaben mit einem konkreten Ansprechpartner“. Das klingt erst einmal beruhigend — ist in Schwerin aber auch deshalb nötig, weil bei der letzten SDS-Baustelle wochenlang niemand wusste, wohin die gelbe Tonne überhaupt noch soll.
Schwerin im Baustellen-Sommer
Die Buschstraße reiht sich damit in eine Liste ein, die gefühlt länger wird als der Marienplatz breit ist. Zwischen Schloßstraße und Enge-Straße rollen jetzt Bagger statt Autos. Wer in Schwerin mit dem Wagen von A nach B will, hat im Sommer 2026 längst aufgehört zu zählen, wie oft er Umleitung fährt. Die SDS macht weiter, wo die Stadt nie aufhört: irgendwo ist immer etwas kaputt — und immer ist es gerade jetzt.
Foto: Anh Nguyen / Pexels
Quelle: SN-Aktuell
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