Das seit Jahren leerstehende und stark verfallene Kurhaus in Schwerin-Zippendorf bekommt endlich eine Zukunft – zumindest, wenn man den Wismarer Investoren glaubt, die der Stadt jetzt den Baubeginn gemeldet haben. Baudezernent Bernd Nottebaum (CDU) hat das gegenüber NDR 1 Radio MV bestätigt.
Wismar baut, Schwerin diskutiert
Geplant ist der Umbau des alten Kurhauses zu einem Wohngebäude. Drumherum sollen drei neue „Parkvillen“ entstehen – Villen mit Park, was in Schwerin üblicherweise bedeutet: mit Blick aufs Wasser, aber ohne Parkplatz in Sichtweite.
Die Planungen laufen nach Angaben des NDR „seit Jahren“. Immerhin: Ende 2024 hat die Stadtverwaltung einer Änderung des Bebauungsplanes zugestimmt. Seither wird in den Gremien der Stadtvertretung über das Sanierungskonzept diskutiert – was in Schwerin bedeutet: Es wird noch eine Weile weiter diskutiert.
Wenn erst Wismarer Investoren der Schweriner Verwaltung den Baubeginn melden müssen, damit überhaupt etwas passiert, weiß man: Schwerin hat die Bagger, die Stadt die Architekturdiskussion.
Immerhin: Das alte Gebäude soll nicht abgerissen, sondern umgebaut werden. Was die künftigen Bewohnerinnen und Bewohner vom Schweriner Diskussionstempo mitbekommen, wird sich zeigen. Bis die ersten Parkvillen stehen, haben die Stadtvertreter vermutlich noch drei weitere Bebauungsplan-Änderungen durchgekaut – und das Kurhaus wird voraussichtlich trotzdem stehen bleiben. Das kann es ja schon.
Foto: Niteshift / Wikimedia Commons / CC BY-SA
Quelle: NDR
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