Am Mühlenberg wird gebaut. Das ist grundsätzlich gut, denn Straßen halten nicht ewig. Für Anwohner ist die aktuelle Lage trotzdem weniger „moderne Infrastruktur“ und mehr „kleiner Hindernislauf mit Busanschluss“.
Der Weg ist barrierefrei. Man muss nur erst herausfinden, welcher von den drei Umwegen heute geöffnet ist.
Baustelle mit Überraschungselementen
Anwohner kritisieren fehlende Wege und Einschränkungen beim Busverkehr. Besonders ältere Menschen fühlen sich durch die Situation belastet. Die zuständigen Stellen verweisen dagegen auf vorhandene barrierefreie Routen – was vermutlich stimmt, solange man die Definition von „vorhanden“ großzügig auslegt.
Baustellen sind immer ein Versprechen an die Zukunft. Leider verlangen sie die Rechnung sofort: längere Wege, weniger Übersicht und der tägliche Blick auf Absperrgitter, die aussehen, als hätten sie selbst keine Ahnung, wann Feierabend ist.
Am Ende soll der Mühlenberg besser dastehen als vorher. Bis dahin bleibt den Anwohnern nur die bewährte Schweriner Lösung: gute Schuhe, viel Geduld und die Hoffnung, dass der nächste Bus nicht gerade an einer Baustelle endet.
Foto: Rüdiger Wölk / Wikimedia Commons / CC BY-SA 2.5
Quelle: schwerin.news
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