Südkorea, dann Schwerin. Galerist Stefan Schröer zählt zu den bekanntesten und angesagtesten Galeristen der Welt, stellt international aus – und eröffnet am Sonntag, 14.06.2026 um 11:30 Uhr im Schweriner Dom seine neue Schau. „Sowas kommt von sowas“ heißt sie, und sie kommt 100 Jahre nach dem Ersten Weltkrieg genau dahin, wo sie hingehört: in einen Raum, der größer ist als der Boulevard.
Was Schröer mit seiner FreshEggsGallery Hyparschale in den Dom holt, ist kein Witz: 50 Originalradierungen von Otto Dix („Der Krieg“, 1924) – das Werk, das Männern wie Frauen damals die Realität des Ersten Weltkriegs direkt ins Gesicht brennt. Dazu Originallithographien aus der Zeitschrift „Kriegszeit“, die patriotische Kriegsbegeisterung feierte und heute nur noch fassungslos macht.
Den Gegenpart setzen Skulpturen: Adriana Majdzińska mit „Die sieben Todsünden“ und Czesław Podleśny mit „Alte Helden mit Gefährten“. Zwei Bildhauer, die das, was wir Menschen so anstellen, in Holz und Metall eingefroren haben.
Wir sagen’s mal so: Wenn einer, der eben noch in Seoul Kunst an die Wand gehängt hat, jetzt in Schwerin an die Wand hängt – dann ist das nicht Provinz. Dann ist das ein Signal. Also: hingehen, hinschauen, wehtun lassen.
Wer am Sonntag im Dom steht, steht also nicht nur in einem der schönsten Gotteshäuser Norddeutschlands, sondern in einer Ausstellung, die wehtut und nachdenklich macht. Und das, liebe Schwerinerinnen und Schweriner, ist mehr, als die meisten Großstädte in ihrem Kulturkalender haben.
Vernissage: So, 14.06.2026, 11:30 Uhr
Dauer: 15.06. bis 24.07.2026, täglich 10-17 Uhr
Ort: Schweriner Dom
Kontakt: Stefan Schröer, stephan@fresheggs.de, 0173-88 69 682
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