350 Demonstranten, eine Straßenbahn, drei DJs. Schwerin hat seinen ersten rollenden Club.
Was passiert, wenn man eine NVS-Straßenbahn in einen fahrenden Techno-Club verwandelt? In Schwerin jetzt: eine Demo mit Flyern, Bässen und verwirrten älteren Herrschaften am Marienplatz.
Leute haben sich mal gefreut, dass mal was Neues los ist.
— Initiator der Techno-Tram
Die Aktion war clever organisiert: DJs in der Straßenbahn, bunte Flyer, und an jeder Haltestelle schwärmten die Teilnehmer aus, um Passanten für ihre Kundgebung am Bertha-Klingberg-Platz zu gewinnen. Weniger als eine Minute pro Haltestelle – hier wird professionell demonstriert.
Das Problem dahinter: Schwerin und die Jugendkultur
Dass eine Straßenbahn als Demo-Fahrzeug herhalten muss, sagt viel über den Zustand der Jugendkultur in der Landeshauptstadt. DieInitiatoren fordern mehr Räume, mehr Veranstaltungen, mehr Initiative. Klingt erstmal logisch.
Ob die Techno-Tram tatsächlich etwas ändert? Unklar. Aber immerhin war sie laut, bunt und hat drei Haltestellen lang für Ablenkung gesorgt. Das ist in Schwerin schon mehr, als man erwarten durfte.
Während die Straßenbahn durch Schwerin rumpelt, tanzen drinnen die Mitfahrenden zwischen den Haltestangen. Draußen gucken verwunderte Passanten.
Wenn das keine Meldung wert ist – was dann?
Foto: AUTOR / QUELLE
Foto: Niteshift / Wikimedia Commons / CC BY-SA 3.0
Quelle: Nordkurier
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