Kultur

Plattdeutsch-Pflicht im Schweriner Museum: Wer kein Platt kann, ist raus

Schwerin. Das Staatliche Museum hat die Plattdeutschen Wochen eröffnet — und sofort beginnt das Elend. Ab sofort gibt es nur noch Führungen auf Plattdeutsch. Wer kein Platt spricht, steht draußen. Buuh.

Dreimal überlegen, ob man „Moin“ sagt

Museumsguide Katharina Krämling macht das ja angeblich super. Sie nennt es „Gespräch mit Gästen“ statt Führung. Für die meisten Besucher bedeutet das: dreimal überlegen, bevor man was sagt. „Moin“ vielleicht. Aber „Moin“ ist ja auch schon so eine Sache. Ist das jetzt norddeutsch genug?

Wer kein Platt kann, guckt in die Röhre. WIR HABEN HIER KEINE INTERPRETATIONSFREIHEIT. Das ist Museum, kein Wohlfühlpark.

Die Veranstaltungsreihe umfasst Lesungen, Konzerte, Theater und Volksfeste. Klingt erstmal toll. Bis man merkt, dass der Einzige, der wirklich Spaß hat, der Heimatverband Mecklenburg-Vorpommern ist. Die haben nämlich just „Kuddelmuddel“ zum Wort des Jahres gekürt. Echt jetzt. Kuddelmuddel.

Fazit: Für Plattdeutsch-Muffel ist das hier nichts. Die können gleich umdrehen. Oder einfach bei der nächsten Lesung heimlich mitlesen. Soll ja angeblich keiner mitkriegen.

Foto: Gymnasium Melle / Wikimedia Commons / CC BY-SA 3.0 Quelle: NDR.de

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