Kurioses

Handschellen statt Sonnenuntergang: Betrunkener SUP-Paddler liefert sich Wasserschutzpolizei-Jagd auf dem Neumühler See

Willkommen in Schwerin, wo selbst das Stand-Up-Paddeln zur Mutprobe wird. Am vergangenen Samstagabend schipperte ein alkoholisierter SUP-Fahrer über den Neumühler See, beleidigte andere Passanten, fiel mehrfach ins Wasser und beschäftigte am Ende die halbe Wasserschutzpolizei. Die hatte dann keine andere Wahl, als dem Mann Handschellen anzulegen. Auf einem SUP-Board. Auf einem See. Mitten in Schwerin.

Was wie der Beginn einer Boulevard-Reportage klingt, ist die nüchterne Bilanz eines Wochenendes, an dem die Wasserschutzpolizei MV ordentlich zu tun hatte. Laut tagesschau.de wurde der WSPI Schwerin gegen 21 Uhr gemeldet, dass auf dem Neumühler See ein stark alkoholisierter Stand-Up-Paddler unterwegs sei, der andere Passanten beleidige und immer wieder ins Wasser falle.

Eine Verfolgungsjagd auf dem Wasser

Die Beamten rückten mit einem Schlauchboot an und nahmen die Verfolgung auf. Was folgte, war eine Szene, wie sie eigentlich nur in schlechten Action-Komödien vorkommt: ein Mann auf einem Brett, das ständig ausweicht, weil sein Besitzer mehrfach das Gleichgewicht verliert, und Polizisten, die versuchen, ihm Handschellen anzulegen, während sie selbst auf einem Schlauchboot stehen.

Der Paddler wehrte sich laut Polizei gegen die Vollstreckungsbeamten. Daraufhin wurden ihm Handschellen angelegt. Im Anschluss folgte eine Blutprobenentnahme durch das Polizeihauptrevier Schwerin. Gegen den Mann wird nun wegen Trunkenheit im Verkehr und Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte ermittelt.

Der renitente SUP-Boarder muss sich nun wegen Trunkenheit im Verkehr und Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte verantworten.

Landeswasserschutzpolizeiamt Mecklenburg-Vorpommern, via tagesschau.de

Schwerin, das neue Miami Vice – nur mit Enten

Wir wollen an dieser Stelle gar nicht zu viel spekulieren. Was wir aber sagen können: Wer in Schwerin am Wochenende auf dem See feiern will, sollte besser nüchtern bleiben. Sonst endet der Ausflug nicht mit Sonnenuntergang, sondern mit Handschellen, Blutprobe und einer Anzeige. Das ist dann doch etwas mehr Action, als die meisten Sonntagsspaziergänger am Neumühler See erwartet hätten.

Immerhin: Die Polizei war da, war schnell, und hat den Mann sicher an Land gebracht. Das ist auch eine Leistung, wenn man bedenkt, dass die Wasserschutzpolizei nicht jeden Tag damit rechnet, einen schwankenden SUP-Paddler festnehmen zu müssen. Wir sagen: Danke für den Einsatz, Jungs. Und vielleicht beim nächsten Mal: Schlauchboot, Handschellen, Ruhe. So wie es sich für Schwerin gehört. Gemütlich, aber konsequent.

Für alle, die jetzt das Bedürfnis haben, selbst aufs Brett zu steigen: Bitte nüchtern. Sonst sehen wir uns demnächst wieder – und zwar nicht auf der Innenstadt-Seite der Schweriner Polizeistatistik. (schwerin)

Foto: Asurnipal / Wikimedia Commons / CC BY-SA 4.0

Quelle: Tagesschau

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