Mecklenburg-Vorpommern hat Cannabis-Clubs legalisiert. Vor zwei Jahren war das ein großes Ding – jetzt wissen wir: Es war ein legislativer Eiertanz ohne echte Substanz. Sechs Clubs sind zugelassen. Keiner hat die erlaubte Höchstzahl von 500 Mitgliedern erreicht. Manche haben nicht mal ein Dutzend. Die Bürokratie hat gesiegt. Punkt.
Die Bürokratie: Gewinner ohne Preis
Was klingt wie eine Erfolgsgeschichte – „MV hat legalisiert!“ – entpuppt sich als Verwaltungsfarce. Die bürokratischen Hürden für Vereinsmitgliedschaft, Anbau-Rechte, Sicherheitskonzept,会员 structures – das alles hat dazu geführt, dass Clubs zwar existieren, aber nicht funktionieren. Wer sich in MV einen Cannabis-Club vorstellt wie einen Weinverein, irrt. Es ist eher ein Club, der zwar auf dem Papier steht, aber in der Realität an Dutzenden von Auflagen scheitert.
Sechs Clubs. Sechs Mal Bürokratie. Null Mal gesellschaftliche Akzeptanz, die über den politischen Willen hinausreicht. Das ist die Bilanz nach zwei Jahren.
Warum sollten 500 Menschen einem Club beitreten, wenn jedes Mitglied eine individuelle Prüfung durchlaufen muss? Warum sollte ein Club 500 Mitglieder wollen, wenn die Bürokratie-lineitem für jeden einzelnen Antrag gilt? Die Antwort ist einfach: Niemand hat sich ernsthaft darum bemüht, weil das System nicht darauf ausgelegt ist, erfolgreich zu sein. Es ist darauf ausgelegt, legal zu wirken, ohne wirklich zu liefern.
Mecklenburg-Vorpommern hat einmal mehr bewiesen, dass man Gesetze ändern kann, ohne die Realität zu verändern. Die Cannabis-Clubs stehen – aber sie sind leer. Im wahrsten Sinne des Wortes. Und die Politik wird in zwei Jahren stolz verkünden: „Wir haben Legalisierung umgesetzt.“ Die Wahrheit: Sie haben eine Bürokratie-Legalisiert, ohne dass jemand konsumiert.
Foto: My 420 Tours / Wikimedia Commons (CC BY-SA 4.0)
Quellen: NDR MV
Schwerin ist Geil auf WhatsApp
Tägliche Satire-News direkt aufs Handy. Kein Spam, nur Geilheit.
Jetzt Kanal abonnierenKostenlos · Kein Gruppenchat · Jederzeit abbestellbar
