Der Schweriner Zoo plant einen neuen Bereich für heimische Arten. Rebhuhn, Kiebitz, Feldhamster – Tiere, die in freier Wildbahn kaum noch vorkommen, sollen im Zoo eine neue Heimat finden. Vielleicht die einzige Heimat, die ihnen noch bleibt.
Arsch huh, in Zukunft!
Früher waren die Felder voll damit. Heute sind sie leer. Der Zoo hat’s verstanden: Wenn die Natur nicht mehr kann, machen wir’s halt im Gehege.
Die Artenschützer tagen. Rebhuhn-Bestände eingebrochen. Kiebitz? Fehlanzeige. Feldhamster? Gibt’s in MV praktisch nur noch im Zoo. Die Bauern machen weiter, die Agrarsubventionen fließen weiter, und irgendwann ist dann eben doch alles im Gehege.
Dafür muss man jetzt nach Schwerin fahren. Endlich mal wieder was, das MV außer Export von Jungakademikern und Dauerregen zu bieten hat. Artenschutz mit Aha-Charakter. Die Eltern werden begeistert sein: „Schau mal, das ist ein Rebhuhn. Früher gab’s die mal auf jedem Acker. Heute muss man dafür 40 Kilometer fahren. Und Eintritt zahlen.“
Positiv formuliert: Zoo Schwerin schafft eine Arc für vom Aussterben bedrohte Arten. Negativ formuliert: Unsere Landwirtschaft hat es mal wieder verbockt. Aber das nur am Rande. Die Haupt-Story ist ja, dass der Zoo was Gutes tut. Und tut er ja auch. Irgendwie.
Siehe auch: Waschbären erobern MV: Wenn invasive Arten lästiger werden als die Verwaltung — Artenschutz in MV: Auch die lästigen Arten verdienen Respekt.
Foto: Wolfgang Hasselmann / Unsplash
Quellen: Schwerin-Lokal (SNO)
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