Schwerin. Die Landeshauptstadt von Mecklenburg-Vorpommern hat seit 2024 den Titel UNESCO-Welterbe inne. Ein Grund zum Feiern, sollte man meinen. Ist es aber nicht. Denn Schwerin hat ein Problem, das so gross ist wie das Schloss selbst: Keine Hotelbetten.
Welterbe ja, Betten nein
Die Stadt kämpft mit Baustellen – im wahrsten Sinne des Wortes. Whle das Schloss und die Altstadt international strahlen, fehlt es an den grundlegendsten Infrastrukturen fuer Touristen. Wer das Welterbe besichtigen moechte, tut sich schwer, ueberhaupt eine Uebernachtungsmöglichkeit zu finden. Oder eine vernuenftige Anbindung. Oder ein Parkplatz.
Wir haben das Problem, dass wir zwar international sichtbar sind – aber die Menschen, die kommen wollen, haben keine Betten.
Die Stadtverwaltung ist sich des Problems bewusst. Nur Loesungen scheinen nicht so schnell zu kommen, wie erhofft. Man kann ja schlecht in fünf Minuten ein Hotel hinstellen. Das braucht Zeit. Genehmigungen. Und wahrscheinlich auch noch einen Bund-Länder-Finanzierungsantrag.
Schwerin: Mehr Sightseeing als Übernachtungen
Fuer viele Besucher bedeutet das: Tagesausfluege. Man kommt, guckt sich das Schloss an, geht in ein Cafe, und faehrt wieder nach Hause. Der wirtschaftliche Effekt fuer die Stadt bleibt begrenzt. Kein Übernachtungstourismus heisst: keine Restaurant-Umsaetze, keine Hotelnachfrage, keine Zweitwohnungs-Nebeneinkuenfte.
Die Infrastruktur-Baustellen sind dabei nicht nur symbolisch. Strassen, Parkplaetze, Oeffentlicher Nahverkehr – alles steht unter Druck. Und waehrend andere Staedte in Deutschland ihre Tourismusstrategien professionalisieren, kratzt Schwerin noch an den Grundlagen.
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