Politik

Schweriner See als Heizung? 60 Gigawattstunden Potenzial – und trotzdem eher nein

Der See hat Potenzial – aber keiner darf ihn anfassen

Schwerin ist eine Stadt am Wasser. Also dachte sich die Verwaltung: Warum nicht den See als Heizung nutzen? Seethermie klingt erstmal super – 60,2 Gigawattstunden pro Jahr allein aus dem Schweriner See. Die Idee ist nicht schlecht. Die Realität sieht anders aus.

„Die Eignung der Seethermie wird im Wärmeplan als gering eingeschätzt.“

Schutzgebiet vs. Wärmepumpe

Schweriner See und Ziegelsee kommen wegen Größe und Lage grundsätzlich infrage. Aber: Beide sind Vogel- und Landschaftsschutzgebiete. Heißt: Wer eine Anlage bauen will, muss durch einen Genehmigungsdschungel. Dazu kommen Standortprobleme, Kleingartenanlagen und der Leistungsabfall im Winter – genau dann, wenn man am meisten heizen muss.

Das rechnerische Potenzial klingt beeindruckend. In der Praxis? Fehlanzeige. Die Verwaltung schätzt die Eignung als gering ein. Die Details sollen jetzt die Stadtwerke klären – obwohl alle wissen, dass das Ergebnis vermutlich ähnlich ernüchternd ausfällt.

Fazit: Schwerin hat einen See voller Wärme. Aber die Natur, der Naturschutz und die Bürokratie sagen: Nein, danke. Wieder eine Idee, die an der Realität scheitert.

Foto: jggrz / Pixabay

Quellen: schwerin.news / Kommunaler Wärmeplan Schwerin

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