Schwerin will Kinder beteiligen – Konzept kommt irgendwann
Schwerin hat mal wieder etwas beschlossen: Die Stadt will Kinder und Jugendliche besser in die Politik einbeziehen. Ein konkretes Konzept gibt es noch nicht. Aber immerhin einen Zeitplan: Bis Ende September soll alles gut werden.
Bisher sei zu wenig Konkretes getan worden.
Das sagt zumindest die Grünen-Fraktion, die den Antrag gestellt hatte. Und sie hat recht: Das Kinder- und Jugendbeteiligungsgesetz gilt in Mecklenburg-Vorpommern bereits seit zwei Jahren. Zwei Jahre! In dieser Zeit hätte man was machen können. Hat man aber nicht. Jetzt kommt wenigstens der Beschluss, dass bis September ein Konzept kommen soll. Besser spät als nie, könnte man sagen. Oder auch: Lieber spät als gar nicht – wobei „gar nicht“ wäre auch eine Option gewesen, offenbar.
Der Lankow-Spielplatz als Beispiel
Als Beispiel für das bisherige Versagen dient der Bürgerentscheid zum Spielplatz in Lankow. Dort wurden Kinder und Jugendliche nicht beteiligt – obwohl das Gesetz das eigentlich vorschreibt. Jetzt will Schwerin es besser machen. Wenigstens der Versuch.
Kinder und Jugendliche könnten bei vielen verschiedenen Themen einbezogen werden.
Ja, könnten sie. Die Frage ist nur, ob sie es auch werden. Nach zwei Jahren Untätigkeit ist Skepsis angebracht. Aber hey: Bis September wissen wir mehr. Vielleicht.

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