Pampow/Schwerin. In der Nähe von Schwerin entsteht ein Museum für den FC Schalke 04. Der Mann dahinter: Jens Suhr aus Herren Steinfeld. Sein Haus leuchtet bereits in den Vereinsfarben Blau-Weiß. Jetzt will er in Pampow, in seinem Firmensitz, eine dauerhafte Ausstellung für den Revierklub einrichten. Das berichtet die Ostsee-Zeitung. Weil es eben nicht genug ist, ein ganzes Haus zu verunstalten – man muss auch noch ein Museum bauen.
Schalke 04. Der Verein, der es schafft, alle vier Jahre in der Nähe von Schwerin vorzukommen – meistens durch einen Spieler aus der Region oder durch eine dieser grotesken Insolvenzen, die der Verein regelmäßig übersteht. Aber ein ganzes Museum? In Pampow? Das ist dann doch bemerkenswert.
Blau-weiß bis zum Abwinken
Jens Suhr ist kein normaler Fan. Er hat sein Haus angemalt, um Himmelt willen – komplett in blau-weiß. Das Haus leuchtet wie ein Leuchtfeuer desolatierter Fußballromantik. Und jetzt also ein Museum. In einer Gegend, in der man normalerweise über Landwirtschaft redet und nicht über die Bundesliga.
Mein Weihnachtsmann ist blau-weiß. Und mein Museum wird es auch sein. Glück auf!
– Jens Suhr, Schalke-Fan aus Herren Steinfeld
Das Museum entsteht in einem riesigen Besprechungsraum seiner Firma. Mehr als ein ganzes Jahr hat er dort gearbeitet, hat eine Ausstellung aufgebaut, hat investiert – in etwas, das die meisten Menschen in dieser Region nicht verstehen würden: Leidenschaft für einen Verein, der nowhere in der Nähe von Mecklenburg-Vorpommern beheimatet ist.
Schalke 04. In Pampow. Das ist, als würde man eine Fan-Gemeinde für den VfB Stuttgart in Neuseeland gründen. Oder für den HSV in Hamburg. Irgendwie absurd. Aber für Jens Suhr ist es Realität. Und das Haus leuchtet. Blau-weiß. Wie ein Leuchturm in einer Welt aus Grau.
Foto: Saurav Rastogi / Unsplash Quelle: Ostsee-Zeitung.deSchwerin ist Geil auf WhatsApp
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