Das Land Mecklenburg-Vorpommern hat mal wieder ein Bildungsproblem erkannt – und prompt eine Loesung parat. Das Bildungsministerium fuehrt einen neuen Bildungsgang an beruflichen Schulen ein. Start: kommendes Schuljahr. Ziel: Jugendlichen den Einstieg in Ausbildung oder Studium erleichtern. Klingt nach Fortschritt, ist aber ein Eingestaendnis sondergleichen.
2.140 von 11.485 – das ist fast jeder fuenfte
Im Schuljahr 2024/25 erreichten rund 2.140 von insgesamt 11.485 Schuelerinnen und Schuelern an beruflichen Schulen ihr Bildungsziel nicht. Das sind fast 19 Prozent. Jeder fuenfte Jugendliche in MV, der auf eine berufliche Schule geht, schafft es nicht, einen Abschluss zu machen. Und die Loesung des Landes ist ein neuer „Bildungsgang“. Nicht mehr Personal. Nicht bessere Unterstuetzung. Ein Bildungsgang.
Bildungsministerin Simone Oldenburg betonte, dass der Uebergang in die berufliche Bildung keine „Warteschleife“ sein duerfe. Es gehe darum, moeglichst allen Jugendlichen eine konkrete Perspektive zu eroeffnen.
Perspektive – das neue Wort fuer „ Hoffnung, dass es irgendwie wird“
Ministerin Oldenburg sagt, es gehe um Perspektiven, nicht um Warteschleifen. Gute Haltung. Nur: Wenn man seit Jahren dieselben Probleme hat und jedes Jahr die gleiche Zahl an Jugendlichen ohne Abschluss dastehen, dann scheint die Perspektive eher so auszusehen: Neue Labels, alte Probleme. Aber hey – es gibt einen neuen Bildungsgang. In Mecklenburg-Vorpommern. Damit kann man dann arbeiten. Oder so.
Foto: Nico Knaack / Unsplash
Quellen: Schwerin-Lokal
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