Schwerin entwickelt sich weiter. Die neue Polizeiwache am Hauptbahnhof ist endlich eroeffnet – allerdings nur zu den unmoeglichsten Uhrzeiten besetzt. Wer um 14 Uhr eine Anzeige aufgeben will, wird freundlich auf die Wache in der Innenstadt verwiesen. Die ist aber um 16 Uhr zu. Also quasi perfekt für Berufstaetige.
„Unsere Oeffnungszeiten sind genau auf die Beduerfnisse der Schweriner zugeschnitten.”
— Polizei Schwerin
Stadtradeln: Gut Für die Umwelt, weniger gut fürs Gemuet
Immerhin: Stadtradeln startet naechste Woche. Ab Montag heisst es wieder: Rauf aufs Rad, runter vom Sofa, den CO2-Fussabdruck retten. Die Stadt verspricht attraktive Routen und tolle Preise. Nur die Radwege – naja. Aber wer will schon meckern, wenn das Klima winkt.
Der wahre Grund, warum so viele Schweriner aufs Rad steigen, wurde allerdings nicht kommuniziert: Die Suizidrate in Schwerin ist gestiegen. Die Zahlen sind da, und sie sind duester. Die Stadtverwaltung betont, man nehme das „sehr ernst“ und arbeite an Praeventionsmassnahmen. Ein Ansatz: Mehr Baeume pflanzen. Ein anderer: Weniger Bürgermeister-Termine.
Polizeiwache zu, Suizidrate hoch, Stadtradeln los. Willkommen in Schwerin. Die Stadt der Gegensaetze – hier kollabiert das System in Zeitlupe, aber wenigstens gibt es in der Baeckerei Kaffee.
Foto: cottonbro studio / Pexels
Quellen:
– Ostsee-Zeitung: Oeffnungszeiten der neuen Polizeiwache umstritten
– Nordkurier: Suizidrate in Schwerin gestiegen
Quellen:
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