Von einer Baustelle zur nächsten
Kaum haben die Gleise zwischen Hamburg und Schwerin endlich wieder freie Fahrt, da schlagen die Eisenbahner schon wieder Alarm: Eine weitere Strecke in unserem geliebten Mecklenburg-Vorpommern wird monatelang gesperrt. Die Eisenbahnbeauftragten sprechen von „planmäßigen Sanierungsarbeiten“. Wer in Schwerin lebt, kennt diese Formulierung. Sie bedeutet: Irgendwo ist etwas kaputt, und wir kümmern uns darum. Wann? Keine Ahnung. Wie lange? Mindestens drei Monate länger als geplant.
„Wir haben hier in MV ein tolles Schienennetz. Schade, dass es gerade überall gleichzeitig saniert wird. Aber hey, Schwerin war doch immer stolz auf seine gute Anbindung an die Ostsee, oder?“
Das Schienennetz in Mecklenburg-Vorpommern gleicht einer gut gemeinten, aber schlecht ausgeführten Karte: Man zeigt zwar überall hin, kommt aber nie pünktlich an. Die Landeshauptstadt Schwerin, immerhin mit knapp 100.000 Einwohnern eine der größten Städte im Norden, bleibt dabei häufig auf der Strecke.
Fahrgäste im Wartemodus
Die Sperrung trifft vor allem Pendler, die täglich zwischen den Städten hin und her reisen. Viele haben bereits auf alternative Verkehrsmittel umgestellt – manche fahren mit dem Fahrrad, andere nutzen den Regionalbus, und die ganz Verzweifelten steigen einfach auf das Auto um. Das führt dann zu noch mehr Staus auf den ohnehin überlasteten Straßen.
Die Bahngesellschaft verspricht, dass nach Abschluss der Bauarbeiten alles besser wird. In Schwerin sagt man dazu nur: „Davon haben wir schon mal gehört.“
Foto: Clicks / Wikimedia Commons / CC BY-SA 4.0
Quellen:
- NDR.de: „Kurz nach Freigabe für Hamburg-Schwerin: Nächste Bahnstrecke in Mecklenburg monatelang gesperrt“
- Deutsche Bahn AG: Fahrplanmäßige Bauarbeiten Mai/Juni 2026
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