Es gibt Menschen, die geben nicht auf. Die Staatsanwaltschaft Ingolstadt und das Bayerische Landeskriminalamt zum Beispiel. Seit Montag durchsuchen sie ein Grundstück in Plate – einem Dorf keine 20 Kilometer von Schwerin entfernt. Der Grund: das gestohlene Keltengold aus dem Kelten-Römer-Museum Manching. Mehr als drei Kilo Gold, verschwunden seit November 2022. Die Täter sind längst verurteilt. Das Gold? Weg.
350.000 Euro Wert – historischer Wert: unbezahlbar
Die keltischen Goldmünzen und der Goldgusskuchen waren 2022 aus dem Museum geraubt worden. Teile wurden später eingeschmolzen und sichergestellt. Große Teile fehlen aber bis heute. Der Goldwert liegt bei über 350.000 Euro. Der historische Wert? Nicht zu beziffern. Plate ist das neue Pompeji der Archäologie – nur ohne Erkenntnisse.
Seit Montag durchsuchen Spezialisten erneut ein etwa 1.000 Quadrmeter großes Grundstück Stück für Stück. Es ist nicht die erste Suche dort.
Die Region guckt zu und denkt: Kann man das nicht mal schneller machen?
Dass ausgerechnet hier wieder gesucht wird, macht den Fall für die Region besonders brisant. Vor drei Jahren hat man schon mal gesucht – und zwar nichts gefunden. Jetzt versucht man es wieder. Vielleicht hat jemand der Region einen Gefallen getan und das Zeug in Plate vergraben. Vielleicht auch nicht. Aber wenn das Gold jemals auftaucht, wird es mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht mehr in bayerischem Staatsbesitz landen, sondern in irgendwelchen dubiosen Privatsammlungen. Wäre ja nicht das erste Mal.
Foto: Wikimedia Commons (CC BY-SA 4.0)
Quellen: schwerin.news
Hängt zusammen mit dem Keltengold-Raub vom April — Ermittler fanden 411 Münzen.
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