Wenn die Post geht, bleibt nur der Spätverkauf
Schwerin verliert seine Hauptpost. Mitte Juni ist Schluss mit der Filiale am Marienplatz. Die Deutsche Post hat dem Oberbürgermeister einen Brief geschrieben – und damit die Grundversorgung der Landeshauptstadt quasi abgewickelt. Nur eine Postbank bleibt. Der Rest? Wird an private Partner delegiert.
„Die Grundversorgung der Bevölkerung wird abgewickelt und auf private Partner übertragen.“
Der Spätverkauf als Trostpflaster
Als Alternative verweist die Post auf einen Spätverkauf in der Lübecker Straße. Für eine Stadt mit 100.000 Einwohnern. Wo man Pakete aufgibt, Briefe schreibt und Reisen bucht. Da hilft dann wohl nur noch das Fahrrad und eine Extrarunde durch die Stadt.
Oberbürgermeister Bernd Nottebaum hat die Post aufgefordert, die Schließung zu überdenken. Hilft vermutlich genau so viel wie alle vorherigen Aufrufe dieser Art: nämlich null.
Die Geschichte ist symptomatisch. Erst verschwinden die Banken, dann die Post, dann die Läden. Übrig bleibt: ein Spätverkauf mit Postservices. Willkommen in der Zukunft von Schwerin.
Foto: manfredrichter / PixabayQuellen: NDR / tagesschau / Stadt Schwerin
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