Die Freiwillige Feuerwehr Schwerin hat’s immer noch drauf. Nicht das Löschen – das Geldsparen. Denn ausgerechnet das Feuerwehrmuseum, das treue Zeugnis jahrzehntelanger Löschqualitäten und verheerender Katastrophen, steht jetzt selbst in Flammen. Und zwar in der Kasse.
„Wir haben alles versucht. Sogar eine Crowdfunding-Kampagne namens ‘Zünden Sie nochmal – für unser Museum’.“
Von der Vitrine zum Konkurs
Das Museum, einst stolzer Hort alter Schläuche und verrußter Helme, fristet sein Dasein jetzt als Mahnmal für eine traurige Wahrheit: In Zeiten, wo jeder Instagram-Influencer mehr Spenden sammelt als ein ganzes Stadtmuseum, haben historische Feuerwehrutensilien einfach keinen Marktwert mehr.
Der Betreiber prüft laut eigenen Angaben gerade eine Insolvenz. Eine Option wäre, das Museum kurzerhand in eine Airbnb-Feuerwehrstation umzubauen. „Dann können Gäste echte Feuerwehrmänner-Atemluft schnuppern“, so ein Sprecher leicht ironiefrei.
Die Stadt Schwerin selbst sieht tatenlos zu. Man habe „keine Kapazitäten“ für das Museum, hieß es. Dabei wäre es so einfach: Wenn die Feuerwehr schon nichts löschen kann – zumindest das Museum, das ihre eigene Geschichte dokumentiert, sollte ihr doch etwas wert sein.
Ein Lichtblick bleibt: Die Feuerwehrleute haben bereits einen Flohmarkt organisiert. Und wer weiß – vielleicht reicht’s ja noch für eine weitere Vitrine. Eine, die zeigt, wie eine Stadt ihr eigenes Kulturerbe mit einem Achselzucken ins Feuer schiebt.
Foto: Natalie Bond / Pexels
Quellen:
– Ostsee-Zeitung: Feuerwehrmuseum in Schwerin vor dem Aus – Betreiber prüft Insolvenz
Quellen:
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