Johann und Justus Lojewski, 14, haben’s verstanden. Der Rest von uns eher nicht.
Beim landesweiten DAK-Plakatwettbewerb „bunt statt blau“ haben die 14-jährigen Zwillinge Johann und Justus Lojewski vom Robert-Stock-Gymnasium Hagenow den ersten Platz in ganz Mecklenburg-Vorpommern geholt. Ihr Motiv: Bunte Engel retten „blaue Gestalten“ aus einer gigantischen Alkoholflasche. Preisgeld: 3000 Euro. Für zwei Schüler. Die sich das alles leisten koennen. Und die restlichen 6000 Teilnehmer?
Bundesweit haben sich mehr als 6000 Schüler an der Kampagne gegen Alkoholmissbrauch beteiligt. Alle Praesträger kamen aus der Schweriner Region. Sozialministerin Stefanie Drese sagt, Kunst koenne junge Menschen besser erreichen als klassische Warnhinweise. Die Ministerin hat ja sonst auch nichts zu tun.
Kunst koenne gerade bei schwierigen Themen wie Alkoholmissbrauch junge Menschen oft besser erreichen als klassische Warnhinweise.
— Stefanie Drese (SPD), Sozialministerin MV
Die DAK-Chefin in Schwerin, Katrin Lamprecht, betont, dass erstmals alle Praesträger aus der Schweriner Region stammen – ein „starkes Zeichen für erfolgreiche Praeventionsarbeit vor Ort“. Regionaler Erfolg ist natürlich auch dann gut, wenn die Zahlen insgesamt nicht gut sind. Aber es ist doch ein Zeichen. Irgendwas.
Und die Zwillinge? Die haben jetzt 3000 Euro, ein Landes-Siegel, und wahrscheinlich auch noch einen Artikel im Nordkurier. Bessere PR als jedes Ministerium. Respekt.
Foto: Klaus Baerwinkel / Wikimedia Commons
Quellen: Nordkurier Schwerin, DAK-Gesundheit, Sozialministerium MV
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