Der Wahlkampf ist vorbei. Die Plakate sind abgehängt. Kleine Wahlwerbebanner verschwinden aus dem Stadtbild – so steht es in den Regeln. Doch am Bürgermeister-Bade-Platz hängt weiterhin ein großformatiges Banner für Sebastian Ehlers. Zentrale Lage. Öffentlich sichtbar. Und niemand scheint es zu bemerken.
Die Frist ist abgelaufen. Aber wer hat schon Lust, dem Bürgermeister hinterherzuräumen?
Regeln für alle – außer für alle
Schwerin ist halt doch eine kleine Hauptstadt. In kleinen Hauptstädten kennt man sich. Und wer sich kennt, der fragt nicht so genau nach Fristen. Das Bürgerbüro schweigt diplomatisch. Die Pressestelle auch. Wahrscheinlich sind alle gerade im Urlaub. Oder sie üben fürs nächste Mal.
Wie dem auch sei: Das Banner hängt. Wahlkampf war gestern, Sichtbarkeit ist heute. Und wenn die CDU in Schwerin eins kann, dann ist es Geduld. Die haben sogar Nord Stream 2 überlebt. Da kommt es auf ein Banner auch nicht mehr an.
Für alle, die jetzt empört sind: Bitte systematisch empört bleiben. Nächstes Jahr ist Kommunalwahl. Dann kann man wieder wählen. Oder auch nicht. In Schwerin ist das ja bekanntermaßen eher so eine Empfehlung.
Siehe auch: Erst blockiert, jetzt zurückkaufen: Schwerins CDU hat ein Diagnoseproblem — Der Fall Paulshoehe zeigt: Schweriner CDU und Grundstücke, das ist eine Geschichte für sich.
Foto: kaleef lawal / PexelsQuellen: schwerin.news
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