Schwerin. Pendler kennen das: Sprit zu teuer, Mitfahrgelegenheit arrangiert, und dann sitzt man neben einem Typen mit Kater auf dem Arm. Michael Grothe aus Schwerin hat nämlich einen funktionierenden Trick entwickelt, den selbst der ADAC nicht auf dem Schirm hat. Er nimmt einfach seinen Kater „Benni“ mit, teilt die Spritkosten mit dem Fahrer, und schwupps – hat er die Fahrt von Mecklenburg ins Ruhrgebiet quasi kostenlos.
„Benni ist entspannt, frisst nichts und macht keine Spielereien im Auto. Der ideale Beifahrer.“
Das perfekte Backup-System für Benzinkosten
Also, wir reden hier über einen Kater. Ein Tier. Das NICHT spricht. Und trotzdem ist Benni laut Grothe „der beste Mitfahrer, den man sich vorstellen kann“. Keine Diskussionen über Radioprogramm, keine Kommentare zum Fahrstil, keine Klagen über Stau. Einfach nur Fell, das gelegentlich schnurrt.
Der Clou: Wenn Grothe keinen Mitfahrer findet, kurvt er mit Benni einfach durch die Gegend und lässt den Kater auf dem Armament die Mitfahrgelegenheits-Nummer durchspielen. „Die Leute rufen an, wenn sie Benni hören“, sagt Grothe. Klar. Was soll man auch sonst machen, wenn ein Typ mit Kater einem erzählt, er würde Benzinkosten sparen helfen.
Schwerin: Die Hauptstadt des kreativen省 Money-Sparens
Schwerin ist ja bekannt für seine Innovationen. Die Stadt, die es schafft, ein 20-Millionen-Defizit im Haushalt zu verstecken und dann 31 Mitglieder für einen Sportverein zu fordern, hat jetzt also auch noch den reisenden Kater hervorgebracht. Wann kommt endlich der Nobelpreis für Wirtschaft?
Fakt ist: Benni hat den Sprit nicht mehr drin. Also nicht im Sinne von „der Kater hat kein Benzin“ – der hat natürlich kein Benzin, der ist eine Katze – sondern im Sinne von: Die Spritkosten für Grothes Ruhrgebiet-Pendelei gehen sowas von durch die Decke, dass der Kater das einzige ist, was ihn noch davor bewahrt, FCK-Sponsor für Schwerin-Parkett zu werden.
„Die Fahrt kostet 80 Euro. Mit Mitfahrer und Kater: 40 Euro. Ohne Kater: 80 Euro. Man versteht langsam, warum Schweriner die hellsten Köpfe im Norden sind.“
Und apropos: Wir haben hier also einen Kater namens Benni, der zwischen Schwerin und dem Ruhrgebiet pendelt. Während die DB die Strecke Hamburg–Schwerin seit Jahren als „Baustelle“ führt und nicht einen Zug mehr fahren lässt. Aber hey – ein Kater namens Benni kommt klar. Die Deutsche Bahn könnte sich eine Scheibe abschneiden. Oder einen Kater.
Foto: MEHMET KAYNAR / PexelsQuellen: NDR Nordmagazin
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