Agentic AI Hub: Schwerin erklärt, dass alles gar nicht so schlimm ist
Nachdem in den vergangenen Wochen einige Fragen rund um das Pilotprojekt „Agentic AI Hub“ aufgekommen waren, hat die Stadt Schwerin jetzt ausführlich Stellung bezogen. Und wir fassen zusammen: Es ist alles halb so wild. Wirklich.
Es gehe weder um eine Auslagerung hoheitlicher Verwaltungsprozesse noch um das Training kommerzieller KI-Modelle mit Verwaltungsdaten.
Die Verwaltung stellt klar: Die KI sieht keine Bürgerakten, keine Einzelfälle, keine sensiblen personenbezogenen Daten. Verarbeitet würden lediglich „Anmeldedaten und E-Mail-Adressen der städtischen Anwenderinnen und Anwender.“ Beruhigend, wenn man mal so drüber nachdenkt.
Datenschutz? Nicht nötig!
Bezüglich der Datenschutz-Folgenabschätzung erklärt die Stadt: Eine solche sei nur dann erforderlich, wenn die Verarbeitung „voraussichtlich ein hohes Risiko für die Rechte und Freiheiten natürlicher Personen“ mit sich bringe. Da keine Bürgerdaten verarbeitet würden, sei das Risiko eben nicht hoch. Logisch, oder?
Die Stadt bedauert, dass der Charakter des Piloten in der bisherigen öffentlichen Befassung nicht immer zutreffend dargestellt worden sei.
Offen bleibt allerdings, warum die Stadt selbst so wenig zum Thema veröffentlicht hatte, wenn ihr die korrekte Darstellung so am Herzen lag. Aber seis drum. Das Projekt läuft drei Monate, kostet nichts, und danach sehen wir weiter. Wenn das kein Grund zur Beruhigung ist, dann weiß ich auch nicht.
Nach Abschluss des Piloten sollen die Ergebnisse dem zuständigen Fachausschuss berichtet werden. Bis dahin: Vertrauen. Und falls das nicht klappt: Die Stadt hat ja extra darauf hingewiesen, dass keine Bürgerdaten verarbeitet werden. Reicht das nicht als Garantie?

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