Politik

Club Zenit baut sich zum Hotel-Imperium auf — während Schwerin kein Dach auf die Reihe kriegt

Während die Stadt Schwerin seit Monaten daran scheitert, ein Dach auf eine Halle zu kriegen, plant ein privater Clubbetreiber am anderen Ende der Stadt ein regelrechtes Unterhaltungsimperium. Vom Club zur Konzerthalle zum eigenen Hotel — in sechs Jahren. Man fragt sich: Hat Sebastian Glanz einfach mal der Stadtverwaltung über die Schulter geschaut und gedacht: „Ich mach’s besser“?

Vom Heizhaus zum Hotel — der Schweriner Traum

Der Club Zenit im alten Schweriner Heizhaus ist längst keine normale Disco mehr. Betreiber Sebastian Glanz hat mit der Pappelpark-Bühne bereits bewiesen, dass man in Schwerin auch mal 1800 Leute auf ein Freiluftkonzert kriegen kann. Doch damit nicht genug: Im Frühling 2026 öffnet ein neuer Biergarten, bis 2030 soll die nebenstehende Halle zur 2500er-Konzerthalle werden, und bis 2032 ist sogar ein eigenes Hotel geplant.

Club Zenit: Vom Club zur Konzerthalle zum Hotel. Stadt Schwerin: Von der Halle zum Parkplatz zur … nichts.

Programm ist jedenfalls rappelvoll: Von Culcha Candela über ClockClock bis hin zu Ingo Appelt und Hans Werner Olm als Luise Koschinsky. Der Mann hat mehrere Gebäude unter Kontrolle, ein ambitioniertes Veranstaltungsprogramm und jetzt auch noch Hotelpläne. Die Stadt Schwerin hat unterdessen eine Halle ohne Dach und eine geheime Sitzung über Parkplatzkredite. Verschiedene Liga.

Unternehmergeist vs. Verwaltungsbürokratie

Man könnte das als typisches Ostdeutschland-Bashing abtun, aber ehrlich: Es ist einfach faszinierend. Ein einzelner Unternehmer auf dem Pappelgrund kriegt in sechs Jahren hin, was die Stadt auf dem Lambrechtsgrund seit Jahren nicht schafft — nämlich ein Gebäude, das oben auch zu ist. Während Glanz Biergarten und Konzerthalle plant, verhandelt die Stadt über die „formelle Abwicklung“ eines Parkplatzkredits. In einer nicht öffentlichen Sitzung. Weil Transparenz ja bekanntlich den Baufortschritt behindert.

Natürlich: Vergleiche hinken. Der Zenit baut kein Dachtragwerk, und die Stadt plant kein Hotel. Aber der Unterschied in der Energie ist auffällig. Während eine Seite expandiert, kündigt die andere Verträge und hofft auf bessere Zeiten. Schwerin, Stadt der Kontraste — und der unbezahlten Dachdecker.

Quellen: Ostsee-Zeitung

Bildquelle: Scarlett Alt / Unsplash

Zuvor bei uns: Was macht man hier eigentlich unter 30? | Schwerin pflastert Millionen-Parkplatz — während die Radsporthalle ohne Dach dasteht

Nichts verpassen! 📰 Newsletter abonnieren

Erhalte die neuesten Nachrichten aus Schwerin direkt in dein Postfach – satirisch, ehrlich, geil.

Wir senden keinen Spam! Erfahre mehr in unserer Datenschutzerklärung.

Schwerin ist Geil auf WhatsApp

Tägliche Satire-News direkt aufs Handy. Kein Spam, nur Geilheit.

Jetzt Kanal abonnieren

Kostenlos · Kein Gruppenchat · Jederzeit abbestellbar

Teilen:

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Genau wie die meisten Neuigkeiten aus Schwerin.