Politik

Schwerin lädt zur XXL-Einwohnerversammlung nach Neu Zippendorf — bringt bitte eigene Erwartungen mit, es gibt vor Ort keine

Die Landeshauptstadt Schwerin hat einen Termin festgelegt, der in die Geschichte eingehen könnte — oder zumindest in die Geschichten, die sich die Bewohner von Neu Zippendorf gegenseitig in zehn Jahren erzählen, wenn immer noch nichts gebaut wurde. Am 19. März, einem Mittwoch, lädt die Stadt zur „XXL-Infoveranstaltung“ über die anstehenden Großbauprojekte im Schweriner Süden.

Das Atrium als Arena der gebrochenen Versprechen

Veranstaltungsort ist das Atrium der Astrid-Lindgren-Schule in der Tallinner Straße. Einlass ab 17:30, Beginn um 18 Uhr. Die Kombination aus Schulgebäude und Großbauprojekt-Infoabend hat durchaus symbolischen Charakter: In der Schule lernt man, Enttäuschungen zu verarbeiten — eine Fähigkeit, die beim Thema Schweriner Bauprojekte unverzichtbar ist.

Wer Fragen hat, kann sie vorab per E-Mail an ideen-beschwerden@schwerin.de schicken. Die Adresse heißt wirklich so. Man weiß bei der Stadt offenbar genau, was kommt.

Als Gesprächspartner treten Bernd Nottebaum, erster stellvertretender Oberbürgermeister, und Kristian Meier-Hedrich auf. Letzterer leitet nicht nur das Zentrale Gebäudemanagement, sondern ist gleichzeitig Geschäftsführer der WGS — der Wohnungsgesellschaft Schwerin. Wenn jemand weiß, wie Bauen in Schwerin funktioniert, dann er. Die Frage ist nur, ob das ein gutes Zeichen ist.

Neu Zippendorf: Wo die Zukunft immer gerade noch nicht angefangen hat

Neu Zippendorf gehört zu jenen Schweriner Stadtteilen, die seit der Wende regelmäßig „aufgewertet“ werden sollen. Bisher bedeutete das vor allem: bunte Fassadenfarbe und ambitionierte Pläne, die sich irgendwo zwischen Machbarkeitsstudie und Vergesslichkeit auflösen. Dass jetzt sogar eine „XXL-Infoveranstaltung“ nötig ist, lässt erahnen, wie viel gleichzeitig passieren soll — oder wie viel gleichzeitig schiefgehen könnte.

Die Einwohnerversammlung ist natürlich trotzdem eine gute Sache. Demokratie lebt vom Mitmachen. Und wenn die Schweriner eines können, dann ist es: in Schulaulen sitzen und zuhören, während jemand erklärt, warum etwas noch nicht fertig ist. Das üben sie seit 1990.

Quellen: schwerin.news

Nichts verpassen! 📰 Newsletter abonnieren

Erhalte die neuesten Nachrichten aus Schwerin direkt in dein Postfach – satirisch, ehrlich, geil.

Wir senden keinen Spam! Erfahre mehr in unserer Datenschutzerklärung.

Schwerin ist Geil auf WhatsApp

Tägliche Satire-News direkt aufs Handy. Kein Spam, nur Geilheit.

Jetzt Kanal abonnieren

Kostenlos · Kein Gruppenchat · Jederzeit abbestellbar

Teilen:

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Genau wie die meisten Neuigkeiten aus Schwerin.