In den frühen Morgenstunden des 18. Februar 2026 waren zwei Schweriner Jugendliche außergewöhnlich aktiv: In der Kleingartenanlage an der Wittenburger Straße besuchten sie in einer einzigen Nacht sage und schreibe 20 Gartenlauben. Leider ohne Einladung, ohne Schlüssel und mit einer Methode, die Experten als „gewaltsames Aufbrechen“ einstufen.
Was vermutlich als entspanntes Stöbern in fremden Vorräten begann, endete mit einem Polizeieinsatz und vorläufiger Festnahme. Der Einbruchalarm eines 54-jährigen Gartenbesitzers schlug an – dazu übermittelten Überwachungskameras gleich aussagekräftige Bilder der beiden. Mehrere Streifenwagen rückten aus, und das Ergebnis war eindeutig.
20 Lauben in einer Nacht – ein persönlicher Rekord
Bei den Tatverdächtigen handelt es sich um zwei deutsche Schweriner im Alter von 17 und 19 Jahren, die der Polizei bereits aus ähnlichen Zusammenhängen bekannt sind. Man könnte fast sagen: Das war kein Anfänger am Werk. 20 Gartenlauben in einer Nacht – das ist statistisch gesehen effizienter als die meisten Schweriner Stadtentwicklungsprojekte in der gleichen Zeitspanne. Zum Vergleich: Schwerin flickt täglich 12 Schlaglöcher und wird erst 2089 fertig damit.
„Nach derzeitigem Erkenntnisstand wurden in der vergangenen Nacht insgesamt etwa 20 Gartenlauben gewaltsam angegriffen.“
Polizeiinspektion Schwerin, 18. Februar 2026
Ob und was die beiden mitnahmen, ist derzeit Gegenstand der Ermittlungen. Kleingärtnern ist bekanntlich eine friedliche Beschäftigung – der Anbau von Radieschen, das Reparieren von Gartenzäunen, das Einwecken von Bohnen. Was genau in einer Schweriner Gartenlaube im Februar so wertvoll ist, dass es 20 Besuche rechtfertigt, bleibt vorerst offen. Vielleicht Wintervorräte. Vielleicht der Gartengnom-Sammlung eines 54-Jährigen. Die Polizei ermittelt.
Schwerins Kleingärten: beliebter als gedacht
Schwerin hat eine bemerkenswerte Bandbreite an Kriminalitätsmeldungen: Mal findet ein Kneipenwirt ein Einschussloch in seinem Fenster, mal taucht Bargeld im Kuvert am Marienplatz auf. Nun also die Gartenlauben-Offensive.
Das Kriminalkommissariat Schwerin übernimmt die weiteren Ermittlungen, insbesondere zu möglichen Tatzusammenhängen. Die entstandene Schadenshöhe kann noch nicht beziffert werden. Was sich beziffern lässt: zwei Tatverdächtige, eine Nacht, 20 Lauben, null Entkommen. Das nennt man eine ordentliche Aufklärungsquote – wenigstens bei diesem Thema funktioniert Schwerin wie eine gut geölte Maschine.
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