Politik

Verkehrswende in Westmecklenburg: Auf der Strecke Parchim-Schwerin fährt jetzt EIN zusätzlicher Zug

Es ist vollbracht: Die Verkehrswende in Westmecklenburg nimmt Fahrt auf. Ab Montag, 27. Januar 2026, wird auf der Bahnstrecke Parchim-Schwerin (RB13) ein zusätzlicher Zug eingesetzt. EIN zusätzlicher Zug. Die Verkehrsgesellschaft Mecklenburg-Vorpommern mbH (VMV) begründet die Maßnahme mit gestiegener Nachfrage auf der Strecke.

Verdopplung der Kapazität reichte nicht

Bereits seit dem Fahrplanwechsel im Dezember 2025 fährt der Zug um 06:37 Uhr von Parchim nach Schwerin planmäßig mit verdoppelter Platzkapazität. Doch das reichte offenbar nicht aus, um der Flut an Pendlern Herr zu werden. Die VMV sah sich gezwungen, nachzulegen – mit einem ganzen Zug. Nicht drei, nicht fünf. Einem.

Kleinere Veränderungen im Berufsverkehr

Die VMV warnt bereits vorsorglich: Wegen des zusätzlichen Zuges könnte es dann im morgendlichen Berufsverkehr zu kleineren Veränderungen kommen. Welche Veränderungen das sein könnten, bleibt offen. Möglicherweise müssen Pendler sich daran gewöhnen, dass plötzlich zwei Züge an einem Morgen fahren statt nur einer. Oder dass der neue Zug zu einer anderen Uhrzeit abfährt als der alte. Die Umstellung dürfte herausfordernd werden.

Historischer Moment für Westmecklenburg

Für die Region ist die Aufstockung ein Meilenstein. Seit Jahren kämpfen Pendler mit überfüllten Zügen, Verspätungen und Ausfällen. Nun kommt Bewegung in die Sache – im wahrsten Sinne des Wortes. Ein zusätzlicher Zug pro Tag mag anderswo als homöopathische Dosis durchgehen, in Westmecklenburg ist es eine Revolution.

Kritiker, die anmerken, dass andere Regionen stündliche oder halbstündliche Taktungen haben, werden von der VMV auf die gestiegene Nachfrage verwiesen. Offenbar ist die Nachfrage so stark gestiegen, dass ein zusätzlicher Zug genau die richtige Antwort ist. Nicht zwei, nicht zehn. Einer.

Nächster Schritt: Vielleicht noch ein Zug?

Ob in Zukunft weitere Züge folgen, ist unklar. Die VMV dürfte zunächst abwarten, wie die Pendler mit der neuen Situation umgehen. Sollte die Nachfrage weiter steigen, könnte in einigen Jahren – nach gründlicher Prüfung und mehreren Machbarkeitsstudien – über einen zweiten zusätzlichen Zug nachgedacht werden.

Bis dahin gilt: Die Verkehrswende ist da. Sie fährt zwischen Parchim und Schwerin. Einmal mehr pro Tag.

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