Kultur

UNESCO-Welterbe Schwerin: Touristenansturm bleibt aus – Stadt vermutet Navigationsfehler

Seit Juli 2024 trägt das Schweriner Residenzensemble offiziell den Titel UNESCO-Welterbe. Der erwartete Touristenboom? Lässt auf sich warten.

„Wir hatten mit einem deutlichen Anstieg gerechnet“, gibt Tourismusdirektor Bernd Krallmann zu Ähnlich wie bei Nach Luxus-Ausflug nach Potsdam: Schwerins legendäres Einhorn kehrt zurück – und zieht wieder mehr Besucher als der Zoo. Die Realität: Die Hotelauslastung stieg um 0,3 Prozent. Die Zahl der Tagesgäste blieb nahezu konstant. „Vielleicht brauchen die Leute einfach noch Zeit, uns auf der Landkarte zu finden.“

Verwechslungsgefahr mit der Schweiz

Eine interne Analyse des Tourismusverbands ergab Überraschendes: Viele potenzielle Besucher verwechseln „Schwerin“ offenbar mit „Schweiz“ – und landen dann irritiert in Zürich Ähnlich wie bei Schweriner Optimismus – Eine bedrohte Art. „Wir bekommen regelmäßig Beschwerden von Touristen, die sich wundern, warum das Schloss so weit weg ist“, berichtet Krallmann.

Der Welterbe-Förderverein plant nun eine Aufklärungskampagne mit dem Slogan: „Schwerin – Das Original Ähnlich wie bei Schwerin definiert Kultur neu: Modellbahn-Ausstellung ist jetzt offiziell kultureller Höhepunkt der Winterferien. Nicht die Schweiz.“ Die Stadt prüft außerdem, ob man bei Google Maps eine Warnmeldung einrichten kann.

„Welterbe ist noch nicht so bekannt“

Interims-Oberbürgermeister Bernd Nottebaum bleibt optimistisch: „UNESCO-Welterbe ist ein langfristiges Investment. Die Leute müssen erst verstehen, was das bedeutet.“ Auf die Frage, was es denn bedeute, antwortet er nach kurzem Zögern: „Dass wir jetzt auf einer Liste stehen. Einer sehr prestigeträchtigen Liste.“

Der Förderverein plant für 2026 mehrere Maßnahmen: größere Schilder am Ortseingang, eine Social-Media-Kampagne und – falls das Budget reicht – einen Wikipedia-Artikel auf Englisch.

Rostock gratuliert höflich

Aus Rostock kamen Glückwünsche zum Welterbe-Status. Oberbürgermeisterin Eva-Maria Kröger lobte Schwerins „charmante Bemühungen, sich touristisch zu positionieren“ und lud die Kollegen ein, sich mal anzuschauen, „wie eine Stadt mit echtem Potenzial arbeitet“. Sie eröffnet nächste Woche das dritte Kongresszentrum der Hansestadt.

In Schwerin plant man derweil, den UNESCO-Titel prominenter am Schloss anzubringen. „Bisher steht da nur ein kleines Schild“, erklärt Krallmann. „Viele Touristen denken, das sei ein Hinweis auf die Toiletten.“

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