Gesellschaft

Schwerin gründet Welterbe-Beirat: Endlich wird beraten statt gemacht

Große Neuigkeiten für alle Freunde deutscher Gremienkultur: Schwerin bekommt einen Welterbe-Beirat. Damit kann das UNESCO-Welterbe Schweriner Schloss endlich so verwaltet werden, wie es sich gehört – mit Sitzungen, Protokollen und konstruktivem Austausch.

Der Beirat wird künftig beraten. Worüber genau, ist noch unklar, aber das ist bei Beiräten auch eher nebensächlich. Wichtig ist, dass beraten wird. Regelmäßig. Mit Tagesordnung.

Expertenrunde soll Expertise bündeln

„Wir freuen uns, dass wir nun ein Gremium haben, das die verschiedenen Perspektiven zusammenbringt“, erklärte ein Stadtsprecher. Auf die Frage, welche konkreten Entscheidungen der Beirat treffen könne, verwies er auf die noch zu erstellende Geschäftsordnung.

Der Beirat wird aus Vertretern der Stadt, des Landes, der Kirche und vermutlich auch ein paar Leuten bestehen, die schon in anderen Beiräten sitzen. Das gibt Synergien. Oder zumindest Terminprobleme.

Schweriner reagieren gelassen

„Hauptsache, das Schloss steht noch“, kommentierte eine Passantin die Neuigkeit. Sie wusste nicht, was ein Welterbe-Beirat macht, aber sie war sich sicher, dass es nichts ändern wird. Damit liegt sie statistisch betrachtet vermutlich richtig.

„Ein Beirat ist wie ein Stuhlkreis für Erwachsene – alle reden, keiner handelt, aber am Ende fühlen sich alle gut.“

Unbekannter Verwaltungsbeamter

Die erste Sitzung ist für das Frühjahr geplant. Dort soll dann zunächst über die Sitzungsfrequenz beraten werden. Schwerin macht Fortschritte.

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