In Schwerin ist eine Rakete gelandet. Nein, wirklich. Kein Scherz, kein verzweifelter Marketing-Gag der Stadtverwaltung, keine Halluzination nach zu viel Zeit am Pfaffenteich. Die „SPACEBUZZ ONE“ der Deutschen Raumfahrtagentur im DLR parkte am Dienstag vor der Nils-Stensen-Schule und sorgte für einen seltenen Moment: Schweriner Kinder hatten tatsächlich einen Grund, begeistert zu sein.
140 Schüler durften mit 3D-Brillen einen virtuellen Weltraumflug unternehmen, vorbei an der ISS bis zum Mond. Als Guides fungierten per Video die Astronauten Alexander Gerst und Matthias Maurer. Man könnte fast meinen, Schwerin hätte für einen Tag den Anschluss an die Moderne gefunden.
Astronautentraining: Endlich mal ein sinnvoller Fluchtplan
Vor dem virtuellen Abflug absolvierten die Schüler ein „Astronautentraining“. Sie bastelten eigene Raketen, klärten naturwissenschaftliche Fragen und lernten, wie Essen im Weltraum ohne Schwerkraft funktioniert. Wichtige Kompetenzen für den Fall, dass man irgendwann wirklich aus der Landeshauptstadt rauswill.
Das DLR tourt mit der Attraktion durch ganz Deutschland, um junge Menschen für Raumfahrt und naturwissenschaftliche Fächer zu begeistern. In Schwerin eine besonders dankbare Mission, wo das aufregendste Fach sonst „Warten auf den Bus“ heißt.
Alle Termine 2026 ausgebucht
Wer jetzt denkt, die eigene Schule könnte auch mal Besuch von einer Rakete gebrauchen: Für 2026 sind alle Stopps bereits vergeben. Ab April kann man sich für 2027 bewerben. Bis dahin müssen Schweriner Kinder halt weiter mit dem virtuellen Flug durch die Straßenbaustellen in der Innenstadt Vorlieb nehmen.
Immerhin: Für einen Tag hat Schwerin bewiesen, dass hier nicht nur Dinge landen, die niemand haben will. Manchmal kommt auch was Cooles vorbei. Auf dem Weg nach woanders.
Schwerin ist Geil auf WhatsApp
Tägliche Satire-News direkt aufs Handy. Kein Spam, nur Geilheit.
Jetzt Kanal abonnierenKostenlos · Kein Gruppenchat · Jederzeit abbestellbar
