Schwerin hat ein neues Restaurant. Es heißt „Jack the Ribber“, ist eine Anspielung auf den berühmtesten Serienmörder der viktorianischen Ära und serviert XXL-Rippchen. Wenn das kein Konzept ist, das nur in Mecklenburg-Vorpommern funktioniert.
Scharfe Messer, große Portionen, fragwürdige Namensgebung
Inhaberin Manuela Kaiser hat verstanden, was Schwerin braucht: Nicht noch eine Dönerbude, nicht noch einen Späti – sondern ein Lokal, in dem man mit scharfen Messern bewaffnet an Fleischbergen arbeitet, die aussehen, als hätte jemand ein ganzes Schwein auf den Teller gelegt und gesagt: „Viel Glück.“
Das Konzept ist so simpel wie genial: Man nimmt Rippchen. Dann macht man sie größer. Dann noch größer. Dann serviert man sie mit einem Namen, der in jedem anderen Kontext einen Polizeieinsatz auslösen würde. In Schwerin löst er Appetit aus.
„Jack the Ribber“ – wo der einzige Mord der ist, den man an seinem Cholesterinspiegel begeht.
Die XXL-Challenge: Schwerins Antwort auf den Ironman
Natürlich gibt es auch eine Challenge. Weil Schwerin nicht einfach ein Restaurant haben kann, nein – es muss eine Herausforderung sein. Wie vieles in dieser Stadt. Der ÖPNV zum Beispiel. Oder die Pünktlichkeit. Oder der Versuch, nach 22 Uhr noch irgendwo ein warmes Essen zu bekommen.
Aber zurück zu den Rippchen. Die Portionen sind so dimensioniert, dass man sich fragt, ob das Restaurant einen eigenen Metzger beschäftigt oder einfach direkt an eine Schweinemastanlage angeschlossen ist. Wer die XXL-Portion schafft, bekommt vermutlich einen Orden. Oder einen Kardiologentermin. Beides verdient.
Dass ausgerechnet Schwerin – eine Stadt, die kulinarisch bisher vor allem für ihr Leitungswasser und den Dönertest der OZ bekannt war – jetzt ein Rippchen-Imperium beherbergt, passt irgendwie ins Bild. Wenn schon keine Weltstadt, dann wenigstens Weltklasse beim Fleischkonsum.
Wir wünschen allen Besuchern einen guten Appetit und eine stabile Verdauung. Und Manuela Kaiser wünschen wir, dass der Name „Jack the Ribber“ nicht doch noch irgendwann den Ordnungsamtsmitarbeiter auf den Plan ruft, der darin eine Verherrlichung von Gewalt erkennt. In Schwerin weiß man ja nie.
Quellen: Ostsee-Zeitung
Schwerin ist Geil auf WhatsApp
Tägliche Satire-News direkt aufs Handy. Kein Spam, nur Geilheit.
Jetzt Kanal abonnierenKostenlos · Kein Gruppenchat · Jederzeit abbestellbar
