Kultur

Schweriner Rentner schnitzt sich zum Phallus-Papst der Landeshauptstadt

Die Landeshauptstadt Mecklenburg-Vorpommerns hat eine neue kulturelle Attraktion, und sie steht steil nach oben. Der Schweriner Rentner Winfried Krüger hat sich in seinem wohlverdienten Ruhestand einer Kunstform gewidmet, die in der beschaulichen Landeshauptstadt bisher eher unterrepräsentiert war: erotische Holzskulpturen mit Schwerpunkt Phallus.

Wo andere Rentner Vögel schnitzen, schnitzt Krüger Vögel

Während seine Altersgenossen im Schrebergarten Tomaten züchten oder auf Bänken am Pfaffenteich Enten füttern, verwandelt Krüger Holzstämme in das, was er selbst seine holzART nennt. „Ich liebe den Penis“, erklärte der Künstler mit der Selbstverständlichkeit eines Mannes, der weiß, was er will. In seiner Werkstatt reiht sich Phallus an Phallus, wobei der Meister betont: Pornografisch werde das nie. Höchstens überraschend.

„Endlich investiert mal jemand in die Kultur dieser Stadt. Dass es ausgerechnet Penisse aus Holz sind, passt irgendwie zu Schwerin.“ – Ein anonymer Kulturamtsmitarbeiter

Landeshauptstadt sucht verzweifelt nach Alleinstellungsmerkmal

Kulturexperten sehen in Krügers Schaffen eine logische Weiterentwicklung der Schweriner Kulturszene. Nachdem die Landeshauptstadt jahrelang vergeblich versuchte, mit dem Schloss und dem Staatstheater gegen die Konkurrenz aus Rostock und Wismar anzukommen, könnte der Phallus-Künstler die dringend benötigte Alleinstellung liefern.

„Andere Städte haben Museen für moderne Kunst. Wir haben jetzt einen Rentner mit einer Leidenschaft für geschnitzte Genitalien. Ich finde, das ist gleichwertig.“ – Fiktiver Sprecher der Schweriner Kulturoffensive

Tourismus-Potenzial noch unerkannt

Die Stadtverwaltung hat sich zu Krügers Werk bisher nicht geäußert, was Kenner der Schweriner Bürokratie als stille Zustimmung werten. Immerhin hat die Stadt mit dem Welterbe-Status des Schlosses gerade erst bewiesen, dass sie durchaus weiß, wie man steife Säulen in Szene setzt. Dass nun ein Bürger diese Tradition in Holz weiterführt, dürfte den Tourismus-Verband zumindest nachdenklich stimmen.

Bis dahin bleibt Krüger das, was Schwerin schon immer gebraucht hat: Ein Mann mit Haltung. Und einem sehr speziellen Hobby.

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