Politik

Schwerin braucht Therapie: Psychotherapeutin kandidiert als Oberbürgermeisterin

Die Schweriner Oberbürgermeisterwahl bekommt eine Kandidatin, deren Berufsbezeichnung bereits die halbe Diagnose der Landeshauptstadt enthält: Aileen Wosniak, Psychotherapeutin und Mitglied der Aktionsgruppe Stadt und Kulturschutz Schwerin (ASK), will Oberbürgermeisterin werden. Ihre Kernthemen: Tierschutz, Feminismus und Chancengleichheit. Die Frage, ob Schwerin auf die Couch gehört, beantwortet sich damit von selbst.

Diagnose: Landeshauptstadt mit Identitätskrise

Wosniak ist in der Schweriner Politik nach eigener Einschätzung „noch ein ganz kleines Licht“. Was sie jedoch nicht daran hindert, gleich zum ganz großen Schlag auszuholen. Eine Strategie, die in der Psychotherapie vermutlich unter kompensatorisches Verhalten fallen würde, in Schwerin aber als erfrischend ambitioniert gilt.

„Eine Psychotherapeutin als Oberbürgermeisterin? Bei dem, was diese Stadt durchmacht, ist das keine Bewerbung, das ist ein Hausbesuch.“ – Eine Schweriner Bürgerin auf dem Marienplatz

Die ASK: Von der 70-Sekunden-Partei zur OB-Kandidatur

Pikant ist, dass Wosniak für die ASK antritt. Dieselbe Gruppierung, deren Stadtvertreter Stephan Schrör kürzlich sein Mandat nach 70 Sekunden wieder abgab. Während Schrör die Stadtvertretung für therapiebedürftig hielt, will Wosniak das Problem professionell angehen. Gewissermaßen die logische Eskalationsstufe: Erst die Diagnose, dann die Behandlung.

„Wenn die ASK so weitermacht, haben sie bald für jedes Problem einen Spezialisten. Nächste Woche kandidiert dann ein Bestatter als Finanzsenator.“ – Ein politischer Beobachter

Schwerin braucht keine Politik, Schwerin braucht Therapie

Kritiker fragen sich, ob eine Psychotherapeutin die richtige Wahl für eine Stadt ist, die eher einen Chirurgen bräuchte. Befürworter halten dagegen: Wer jahrelang in Schwerin praktiziert hat, kennt die Probleme der Stadt besser als jeder Berufspolitiker. Und die Fähigkeit, geduldig zuzuhören, wäre in der Schweriner Stadtvertretung tatsächlich eine absolute Neuheit.

Ob Wosniak es schafft, die Landeshauptstadt auf die Couch zu legen, wird sich zeigen. Fest steht: Die Rechnung übernimmt in jedem Fall der Steuerzahler.

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