Es wird eng auf dem Wahlzettel. Kandidat Nummer sieben hat sich gemeldet, und ehrlich gesagt wissen wir nicht, ob wir lachen oder weinen sollen.
Nach Heiko Steinmüller, Sebastian Ehlers (CDU), Petra Federau (AfD), Mandy Pfeiffer (SPD/Linke), Dr. Aileen Wosniak (ASK) und Lars Schubert tritt jetzt auch Massimo Mario Frederico Carmelo De Matteis von der Volt-Partei an. Ja, das ist wirklich sein Name. Und ja, er will Oberbürgermeister von Schwerin werden.
Von den Vereinigten Staaten von Europa nach Schwerin-Lankow
Der 64-Jährige, geboren im Ruhrgebiet, Sohn einer niederländischen Mutter und eines italienischen Vaters, war Musiker, Rechtsanwalt und Referent. Heute ist er Volljurist im öffentlichen Dienst. Sein politisches Programm? Die „Vereinigten Staaten von Europa“.
In einer „sich verändernden geopolitischen Lage“ brauche es grenzübergreifende Antworten.
Massimo De Matteis, Volt. Für das Amt des OB in einer Stadt, die keinen Hundestrand hinbekommt.
Während die anderen Kandidaten über Schlaglöcher, ICE-Anbindung und fehlende Kinderärzte sprechen, denkt De Matteis halt ein bisschen… größer. Was man ihm lassen muss: Ambition hat er. Ob Schwerin dafür bereit ist, steht auf einem anderen Blatt.
Sieben Kandidaten für 100.000 Einwohner
Rechnen wir mal: Sieben Bewerber auf knapp 100.000 Einwohner. Das ist ein Kandidat pro 14.000 Menschen. In Berlin wäre das Verhältnis 1:580.000. Man könnte sagen: Schwerin ist demokratischer. Man könnte aber auch sagen: Der Job ist vielleicht nicht der attraktivste.
Die Wahl findet am 12. April statt. Bis dahin erwartet uns ein Wahlkampf, in dem europäische Geopolitik auf kommunale Hundestrandpolitik trifft. Wir freuen uns drauf. Also irgendwie.
Titelbild: Unseen Histories / Unsplash
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