Gesellschaft

Baby-Boom im Zoo: Löwin Heidi sorgt für einzigen Bevölkerungszuwachs in Schwerin

Während die Landeshauptstadt Schwerin seit Jahren mit sinkenden Geburtenzahlen kämpft, gibt es zumindest aus dem Schweriner Zoo erfreuliche Nachrichten: Löwin „Heidi“ hat Anfang Januar drei Jungtiere zur Welt gebracht. Es ist der einzige nennenswerte Bevölkerungszuwachs, den die Stadt in diesem Jahr verzeichnen kann.

Heidi macht vor, was Schwerin nicht schafft

Die asiatische Löwin lebt seit ihrer Geburt in einer speziell eingerichteten Wurfbox und kümmert sich fürsorglich um ihren Nachwuchs. Sie säugt die Jungen und zeigt laut Zoo ein „ausgeprägtes Mutterverhalten“. Damit hat Heidi in wenigen Wochen mehr für die demografische Entwicklung Schwerins getan als sämtliche Förderprogramme der letzten Dekade zusammen.

„Drei Babys auf einen Schlag. Wenn das so weitergeht, muss die Stadt den Zoo als Wohngebiet umwidmen.“ – Ein demografisch besorgter Stadtplaner

Geschlecht unbekannt: Sogar die Löwen halten sich bedeckt

Besonders schwerinerisch ist der Umstand, dass niemand weiß, ob es sich um Kater oder Katzen handelt. Die tierärztliche Untersuchung ist erst für Ende Februar geplant. In einer Stadt, in der selbst die einfachsten Verwaltungsvorgänge Wochen dauern, überrascht es wenig, dass auch Löwenbabys zunächst einen Bearbeitungszeitraum einhalten müssen.

„Wir können die Jungtiere frühestens Ende Februar untersuchen. Vorher brauchen sie Ruhe. Das ist wie bei einem Bauantrag in Schwerin, nur mit mehr Fell.“ – Ein Zoosprecher

Besucher dürfen zuschauen, aber nur per Kamera

Zoobesucher können den Nachwuchs derzeit ausschließlich über den Bildschirm einer Überwachungskamera betrachten. Die Tiere befinden sich im rückwärtigen Bereich des Löwenstalls und brauchen noch einige Wochen Ruhe. Für Schwerin ist das ein durchaus vertrautes Konzept: Man weiß, dass etwas Schönes existiert, darf aber nur aus der Ferne zusehen.

Heidi hat übrigens bereits 2023 und 2025 Nachwuchs bekommen. Sie ist damit die produktivste Bewohnerin der Landeshauptstadt. Die Stadt prüft, ob man ihr dafür das Bundesverdienstkreuz verleihen kann.

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